Das ewige Sorgenkind – der Rosengarten

Im Monat Januar ist für Rosen der richtige Winterschutz unerlässlich. Rosen können erfrieren, weil die Veredelungsstelle zu tiefen Temperaturen ausgesetzt ist oder die grüne Rinde so viel Wasser verdunstet, dass die Triebe vertrocknen. Daher werden Rosen in kalten Regionen vor dem Winter angehäufelt. Auch wichtig ist Windschutz für Stammrosen. Damit die Triebe von Stammrosen bei Sturm nicht aus der Veredelungsstelle brechen, muss ein Stützstab immer über der Veredelungsstelle enden. Er soll in den Hauptwindrichtungen vor dem Stamm stehen.

Im Februar müssen die Triebe so am Spalier festgebunden werden, dass sie einen Bogen bilden. Nur altes Holz und trockene Zweige vom Vorjahr werden abgeschnitten. Bei sehr alten Rosen kann man auch das älteste Holz entfernen, um sie zu verjüngen. Öfter blühende Strauchrosen sollten öfter zurückgeschnitten werden. Das ist wichtig für die Sommerblüte und hält die Pflanze schön kräftig. Altes oder abgestorbenes Holz werden entfernt.

Ende März kann die Schutzhülle von Rosen entfernt und die Krone geschnitten werden. Je kräftiger der Schnitt, desto kräftiger der Austrieb. Die alten, abgestorbenen oder kranken Triebe sind jetzt gut zu erkennen und werden ganz herausgeschnitten. Abschließend die Rosen an einem Stützpfahl befestigen, aber nicht am Stamm, sondern oberhalb der Veredelungsstelle. Schädlinge lassen sich gut bekämpfen, indem man bei Beginn des Austriebs mit Mitteln auf der Basis von Paraffinöl spritzt.

Für den April sind im Rosengarten Düngen und Mulchen angesagt. Ebenfalls wichtig ist der richtige Frühjahrsschnitt. Rosentriebe schneidet man oberhalb einer gesunden, nach außen wachsenden Knospe. Dabei die Schere leicht schräg ansetzen, die Schnittfläche sollte nicht zu groß sein, aber so schräg, dass Regenwasser gut abläuft.

Ab Mai treten häufig Blattpilze bei Rosen auf, hier kann man vorbeugend mit Knoblauchsud spritzen. Dasselbe Verfahren wirkt auch, wenn die Rosen schon von Pilzen befallen sind. Beim Spaziergang durch den Garten sollten die Rosen regelmäßig kontrolliert werden.
Im Juni benötigen Rosen oft vermehrt Nährstoffe. Hier hat es sich bewährt, wenn man frisch gepflanzte Rosen mit Kompostwasser gießt. Das sorgt dafür, dass die Rosen gestärkt werden und üppig wachsen.

Ab Juli kann mit dem wichtigen Sommerschnitt begonnen werden. Einmal blühenden Rosen kann man die abgebrühten Seitentriebe bis auf zwei oder drei Knospen zurückschneiden. Damit sich bei mehrmals blühenden Sorten immer wieder neue Knospen bilden, sollten verblühte Knospen regelmäßig entfernt werden. Rosen wachsen besonders gut in lockerem Boden.

Im Monat August sollten die Triebe angebunden werden, im September muss durch Dünger für richtigen Winterschutz gesorgt werden. Auch macht es Sinn, die früher aufgebrachte Mullschicht zu erneuern.
Im Oktober sollte der Winterschnitt erfolgen, November und Dezember können junge Rosen umgepflanzt werden.
Für Kletterrosen sollte ausreichender Winterschutz nicht vergessen werden.