Eine Wissenschaft für sich – das Kopfkissen waschen

Auch Kopfkissen müssen hin und wieder gewaschen werden. Und viele Personen haben eine fürchterliche Angst vor dieser Aufgabe. Denn nicht selten ist das Kopfkissen zwar wieder frisch und sauber, aber leider im Inneren vollkommen verknotet und somit eigentlich total unbrauchbar für eine gesunde Nachtruhe. Allerdings gibt es ein paar Tricks, die man beachten sollte, damit dieses Horrorszenario sich aus allen Träumen verabschieden kann.

Punkt 1: Die Waschtipps auf dem Etikett

Diese sind ausnahmsweise einmal ohne Wenn und Aber zu befolgen. Dazu gehört zum einen die korrekte Waschtemperatur. Egal, ob es sich um eine Daunen- oder eine Polyesterfüllung handelt, wissen die Hersteller mit Sicherheit am besten, wie das Kissen zu behandeln ist. Und selbstverständlich wissen auch die Produktionsfirmen, dass jedes Kissen ab und an in die Wäsche muss. Das Beachten der Tipps gilt selbstredend auch für das Trocknen des Kissens. Denn nicht alle Materialien vertragen das Trocknen im Trockner. Andere wiederum brauchen es unbedingt. Grundsätzlich gilt für den Gebrauch des Trockners, dass eine niedrige Temperatur und eine lange Trockendauer eingestellt wird. Einige Trocknermodelle verfügen konkret über ein Programm für Daumen bzw. Kissen und Bettdecken. Wer möchte kann, den Trockenvorgang aufteilen auf Trockner und Sonnenwärme. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass echte Daunen nicht zu viel Sonneneinwirkung vertragen. Sie werden dann brüchig. Also ist das Kissen rechtzeitig wieder aus der direkten Sonne heraus zu holen.

Punkt 2: Die Tennisballmethode

Man gibt sowohl in den Waschgang als auch in den Trockner einen Tennisball hinein. Durch den Ball werden die Federn aufgelockert, sodass es nicht zu Verklumpungen kommen kann. Achtung: Der Ball sollte selbstverständlich sauber / neu und farbecht sein, damit es nicht zu Verfärbungen kommt.

Punkt 3: Das richtige Waschmittel

Nicht jedes Waschmittel kann für die empfindlichen Daunenkissen verwendet werden. Am besten eignet sich ein Daunenwaschmittel. Es ist besonders gut auf dieses Material abgestimmt, sodass die besonderen Eigenschaften der Daunen nicht bei der Wäsche verloren gehen. Natürlich kann als Alternative eine mildes Fein- oder Wollwaschmittel eingesetzt werden. Auch hier sollten die Herstellerangaben beachtet werden, damit es nicht zu einer übermäßigen Schaumbildung kommt, die die Waschmaschine außer Gefecht setzen kann. Auf Weichspüler sollte komplett verzichtet werden. Grundsätzlich gilt, Kissen alleine zu waschen. Auch ist auf ausreichend freien Platz in der Waschmaschine zu achten.

Punkt 4: Vorsicht vor der Heizungstrocknung

Nicht jeder besitzt einen Trockner und muss das Kissen dennoch trocknen. Selbstverständlich kann dies auch in der Sonne auf dem Wäscheständer oder auf dem Heizkörper vorgenommen werden. Doch sollte das Kissen während der Trocknungsphase dann öfters aufgelockert werden, damit die Daunen nicht verkleben. Auch sollte in beiden Fällen darauf geachtet werden, dass die Wärme nicht zu stark ist, damit es weder zu Verklebungen noch zu Brüchen der Federn führt.
Wenn nicht gerade Krankheiten mit starken Schweißausbrüchen oder eventuellem Bakterienbefall des Kissens vorkommen, reicht es aus, das Kissen zweimal im Jahr zu waschen.