Zufahrtswege pflastern

stones-850067_640Natursteinpflaster ist ein Material, das besonders langlebig ist. Vor allem Pflastersteine aus Granit eignen sich vorzüglich zur Befestigung von Hofzufahrten. Sie sind robust, stark belastbar, säurebeständig und unempfindlich gegen Nässe und Frost. Richtig verlegt vermittelt Granitpflaster seine ganze optische Schönheit in Form und Farbe und wird somit zum Blickfang von Haus und Garten.

Arbeitsanleitung

Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Oberfläche ist ein stabiler Unterbau. Da diese Bodenbeschaffenheiten nur in den seltensten Fällen gegeben sind, muss dieser selbst vorbereitet werden. Vorab ist der Mutterboden aus Humus abzutragen. Dieser quillt bei Frosteinwirkung auf und hebt die darüber liegenden Steine auf. Dadurch wird im Laufe der Zeit dieser Belag im Unterbau wellig. Die tragende Schicht darf bei Zufahrten nicht unter 40 cm liegen.

Zum Auffüllen eignet sich vor allem Schotter oder Kies. Ideal wäre spezieller Frostschutzkies, dieser ist zwar teurer als normaler Kies, erfüllt aber die Anforderungen bezüglich Frostfestigkeit. Vor Beginn der Pflasterarbeiten muss der Unterbau sorgfältig verdichtet werden. Dies geht am einfachsten mittels einer Rüttelplatte.

Durchzuführende Schritte

Zum Ausgleichen für den Unterbau eignet sich am besten Split. Das ist gebrochener und gewaschener Kies und wird in verschiedenen Korngrößen zum Verkauf angeboten. Handelsüblicher Splitt eignet sich zum Pflastern, da dieser eine Größe zwischen fünf und acht Millimeter aufweist. Normalerweise wird Pflaster in Gewicht verkauft, das bedeutet für den Quadratmeter benötigt man ca. 100 Stück. Wegen der unregelmäßigen Form und Größe des Pflasters muss jeder Stein separat gesetzt werden.

Dafür muss vorab der Splitt nur grob mit einem Rechen abgezogen werden. Sollte ein Gefälle eingearbeitet werden, muss immer zur Steigerung hin gepflastert werden. Die Verlegerichtung läuft somit zum höheren Ende hin. Dementsprechend muss der Aufbau der Splittschicht gestaltet werden. Beim Setzen muss darauf geachtet werden, dass die vorhandenen Fugen auf ein Minimum reduziert werden.

Bezüglich der Höhe ist es nötig sich Schnüre zu spannen. Diese zeigen die Richtung bzw. die seitliche Begrenzung an. Die Schnüre sollten etwa 1 cm höher gespannt werden als die tatsächliche Höhe. Da beim späteren abrütteln der Belag sowieso nachgibt, gleicht sich das wieder aus. Die Schnüre müssen so straff gespannt werden, dass sie auf keinen Fall durchhängen. Dabei ist zu überprüfen, ob die Schnur noch frei liegt und nicht durch Steine verlegt ist.

Beim Verlegen sollte man sich angewöhnen, den Hammer nicht aus der Hand zu geben und die Steine mittels der linken Hand zu setzen. Es gibt verschiedene Verlegemuster für Pflaster, letztendlich ist es Geschmackssache.

Beim Setzen der Steine schiebt man mit der Finne des Hammers ein Bett in den Splitt, setzt den Stein ein und klopft ihn fest. Jeder Stein muss Plan im Verbund mit den bereits gesetzten Steinen liegen. Dabei ist es nötig, die Steine so eng wie möglich zu setzen. Dadurch sind zwar mehr Steine notwendig, aber dafür wird die Fläche wesentlich stabiler. Es ist notwendig, dass zum Abschluss an jeder Begrenzung ein sogenannter Einzeller gebildet wird.

Dabei handelt es sich um eine eigene Reihe von Steinen, die formgleich aneinandergesetzt werden. Diese Einzeller dienen dem Aussehen und erleichtern nebenbei das Einpassen der äußeren Bogensteine. Im Scheitel der Bahn müssen die Steine mit einer leichten Richtung für die Bögen gelegt sein. Anschließend müssen die Zwischenräume mit Splitt ausgefüllt werden. Diese Arbeit erledigt man am besten mit einem Staubbesen.

Der eingekehrt Splitt verkeilt sich in den Fugen und gibt somit jedem einzelnen Stein einen festen Halt. Zum Abschluss der Pflasterarbeiten werden mit der Rüttelplatte anschließend die Steine eingerüttelt. Dabei ist kreuzweises Arbeiten angesagt. Dieses Vorgehen mehrmals wiederholt, gleicht Unebenheiten aus.