Eigen-Engagement beim Hausbau lohnt sich

Seit Jahren schon sind die Zinsen auf dem weltweiten Geldmarkt niedrig. Sie werden, wegen der Politik der nationalen Banken und der Europäischen Zentralbank, immer noch niedriger. Niedrige Zinsen laden geradezu dazu ein, einen Kredit aufzunehmen und diesen in Betongold zu verwandeln. Ein eigenes Heim, eine eigene Immobilie, ist eine Wertanlage für das ganze Leben.

Und wenn diese mit günstigen Kreditzinsen erlangt werden kann, umso besser. Der Wunsch nach einem Eigenheim ist wohl in den Genen des Menschen verankert. Schon immer hat er für sich und seine Familie eine eigene Höhle gesucht. Und diese Höhle bestmöglichst ausgestattet. Davon leben heutzutage die Baumärkte. Nun wird kaum noch ein Eigenheimbauer auf die Idee kommen, sich mittels des Baumarktes eine komplett neue Hütte hinzustellen. Vielmehr lässt man sich von einem Baubetrieb die wesentlichste Zuarbeit machen, den Rohbau, um dann den Innenausbau selbst zu machen.

Eigenleistung als Möglichkeit Geld zu sparen

Bei der Berechnung einer Finanzierung für einen Hausbau spielt die Eigenleistung eine wesentliche Rolle. Sie kann teilweise oder sogar ganz das Eigenkapital ersetzen. Wer sich lediglich den Rohbau hinstellen lässt und den Rest mit eigener Hände Arbeit schafft, kann auf diese Weise bis 70 % der Baukosten als Eigenleistung ansetzen. Wobei bei dem Begriff Eigenleistung nicht unbedingt die Tätigkeit des Bauherrn mit eigenen Händen gemeint ist.

Auch die Unterstützung der Familie, der Kinder, Eltern oder Kollegen zählt dazu. Wer auf diese weise Unterstützung erhält, muss jedoch auch einige Bauvorschriften beachten. Beispielsweise ist der Bauherr auf seiner Baustelle immer, auch wenn er nicht da ist, für den Unfallschutz verantwortlich.

Bei Eigenleistung durch Fremde ist der Bauherr verantwortlich

Des Weiteren müssen alle an einem Bau handanlegenden bei der Berufsgenossenschaft gemeldet sein. Schon aus Gründen der Unfallversicherung. Aber auch, um Schwarzarbeit zu vermeiden. Wobei die Grenze zwischen nachbarschaftlicher Hilfeleistung und professioneller Schwarzarbeit sehr schmal ist. Der Unterschied ist, dass eine nachbarschaftliche Hilfeleistung unentgeltlich durchgeführt wird.

Wobei wiederum eine Entschädigung des Aufwands für den Helfenden gestattet ist. Genaueres dazu ist von der Berufsgenossenschaft zu erfahren. Gerade wer viel Eigenleistung an seinem Neubau durchführt, sollte einen erfahrenen Baufachmann als Baubegleiter engagieren. Dieser kann im Vorfeld und bei den Bauarbeiten die notwendigen Hinweise geben und Spätschäden vermeiden.